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Erbschaftsteuer bei einer Immobilie

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  • Erbschaftsteuer

Erbschaftsteuer bei einem Immobilienerbe

400 Milliarden Euro im Jahr. So hoch ist die Summe, die laut Schätzungen von Experten jedes Jahr in Deutschland vererbt wird. Fast jeder Deutsche kommt dabei in seinem Leben mit dem Thema in Berührung und ist dann schlecht vorbereitet. Die Folge sind oftmals Streitfälle innerhalb der Familie, die nicht selten eskalieren. Doch sein Erbe zu regeln ist leichter als viele denken. Wichtig ist es, die zahlreichen rechtlichen Regelungen zu beachten, die den Ablauf eines Erbfalls genauestens klären und in welcher höhe Sie von der Erbschaftsteuer betroffen sind.

Einflussfaktoren der Steuerbelastung

Wichtig sind dabei vor allem drei Faktoren: die gesetzlichen Freibeträge, das Verwandtschaftsverhältnis und die Steuerklasse der begünstigten Personen.

Wer eine Immobilie erbt, muss eine Erbschaftsteuer zahlen. Die Erbschaften in Deutschland unterliegen streng nach dem Gesetzbuch der Steuerpflicht. Nach dem Tod eines Menschen, der Sie als Erbe eingesetzt hat, müssen Sie innerhalb von drei Monaten das Finanzamt über das Erbe informieren. Wird dies nicht getan, könnte es womöglich als Steuerhinterziehung gewertet werden. Somit kann die Finanzbehörde Jahre später ein Strafverfahren gegen Sie einleiten und die Erbschaftsteuer einfordern.

Bei einem Erbe steht Ihnen ein Freibetrag zu, auf den Sie keine Steuern zahlen müssen. Die Höhe der Freibeträge hängt von dem Verwandtschaftsgrad und der Steuerklasse ab. Der Freibetrag wird von der Erbschaft abgezogen und erst auf die Summe die nach diesem Abzug übrig bleibt, wird die Erbschaftsteuer erhoben.

Verwandtschaftsgrad und der jeweilige dazugehörende Freibetrag:

  • Ehegatten, eingetragene Lebenspartner: 500.000 Euro Freibetrag
  • Kinder, Stiefkinder :400.000 Euro Freibetrag
  • Enkel: 200.000 Euro Freibetrag
  • Eltern, Großeltern:  100.000 Euro Freibetrag
  • Alle anderen Erben: 20.000 Euro

Die Zahlung einer Erbschaftsteuer ist erst fällig wenn diese Beträge überschritten werden.

Steuerklassen:

Steuerklasse 1

  • Ehegatten
  • Kinder
  • Stiefkinder
  • Enkel
  • Urenkel
  • Eltern
  • Großeltern

Steuerklasse 2

  • Geschwister
  • Neffen
  • Nichten
  • Stiefeltern
  • Schwiegerkinder
  • Schwiegereltern
  • Geschiedene Ehegatten

Steuerklasse 3

  • Alle weiteren Erben

Erben Sie nach Abzug der Freibeträge bis zu 75.000 Euro, zahlen Sie in der:

  • ersten Steuerklasse 7 % Erbschaftsteuer
  • zweiten Steuerklasse 15 %Erbschaftsteuer
  • dritten Steuerklasse 30 %Erbschaftsteuer

Erben Sie nach Abzug der Freibeträge bis zu 300.000 Euro, zahlen Sie in der:

  • ersten Steuerklasse 11 % Erbschaftsteuer
  • zweiten Steuerklasse 20 %Erbschaftsteuer
  • dritten Steuerklasse 30 %Erbschaftsteuer

Erben Sie nach Abzug der Freibeträge bis zu 600.000 Euro, zahlen Sie in der:

  • ersten Steuerklasse 15 % Erbschaftsteuer
  • zweiten Steuerklasse 25 %Erbschaftsteuer
  • dritten Steuerklasse 30 %Erbschaftsteuer

Verdeutlichung an einem Beispiel:

Sie erben von Ihrem verstorbenen Vater eine Immobilie im Wert von 1.500.000 Euro und sind Alleinerbe. Nach Abzug des Freibetrages bleiben Ihnen 1.100.000 Euro. Nun zählen Sie als Kind zur Steuerklasse 1 und müssen diesen Betrag von 1.100.000 Euro mit 15 % versteuern. Sie müssen somit 165.000 Euro an das Finanzamt abgeben und behalten Ihren Freibetrag von 400.000 Euro, sowie das versteuerte Erbe von 935.000 Euro und damit insgesamt 1.335.000 Euro.

Sie können eine Immobilie auch steuerfrei erben. Bleiben Sie als verwitweter Partner im Eigenheim (unabhängig von Quadratmeterzahl), zählt dies zur Ausnahme. Allerdings müssen Sie dort dann auch die nächsten zehn Jahre wohnen. Sollten Sie die Immobilie in dieser Zeit vermieten oder verkaufen, wird die Erbschaftsteuer dann doch fällig.

Das gleiche gilt für Kinder, dort liegt jedoch die Obergrenze bei 200 Quadratmetern.

Unabhängig von den steuerrechtlichen Fragen, müssen bei einem Immobilienerbe weitere Fragen geklärt werden. Was soll mit der Immobilie passieren?
Wollen Sie selber einziehen, das Objekt verkaufen, vermieten oder gar das Erbe ausschlagen? Um in keine finanzielle Schieflage mit einer verschuldeten Immobilie zu geraten, empfiehlt es sich den Wert der Immobilie ermitteln zu lassen, Mietpreisverordnungen zu beachten und Fristen zu wahren.

Das Finanzamt bestimmt über die Grundvermögensbewertungsverordnung einer Immobilie. Wer die Kosten aufbringen will, kann sich auch von einem eigenen Gutachter ein Gutachten erstellen lassen.
Wenn Sie eine geerbte Immobilie verkaufen wollen, spielt die objektive Wertermittlung eine große Rolle. Die Größe, Nutzungsmöglichkeiten, Umfeld und Modernisierungsstand sind wichtige Kriterien für die Wertermittlung. Juristische, bautechnische und betriebswirtschaftliche Kenntnisse sind für eine richtige Immobilienbewertung erforderlich.

Dabei ergibt sich ein Marktwert aus dem Resultat von drei unterschiedlichen Verfahren:

  • Sachwertverfahren
  • Vergleichswertverfahren
  • Ertragsverfahren.

Gerne erstellen wir als TÜV geprüfte Sachverständige ein fundiertes Gutachten und beraten Sie im Anschluss über die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten Ihrer Immobilie.

Fordern Sie unverbindlich ihr Angebot für eine Immobilienbewertung über das Kontaktformular an oder rufen Sie uns unter 0881 12871345 an.

Haftungsausschluss, Rechtsberatung, Steuerberatung
Dieser Textinhalt wurde nach bestem Wissen und Gewissen von EIGENRAUM Immobilien- & Sachverständigenagentur erstellt. Dieses Angebot stellt zu keiner Zeit eine Rechts- oder Steuerrechtliche Beratungstätigkeit dar.

11. September 2018|

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